Brand überrascht auch in Hamburg
Der erste Tag bei den MSC Hamburg Ladies Open stand ganz im Zeichen der Qualifikation. Fünf deutsche Spielerinnen hatten am Sonntag die Chance, sich ihr Ticket für die finale Qualifikationsrunde zu lösen. Am Ende kann man aus deutscher Sicht mit drei Erfolgen zum Auftakt unterm Strich zufrieden sein. Insbesondere die 16-jährige Victoria Brand lieferte wenige Tage nach ihrem Viertelfinaleinzug in Darmstadt wieder einmal ab und besiegte überraschend die an Nummer zehn gesetzte Liechtensteinerin Kathinka von Deichmann mit 6:3 und 6:4.
Bereits zuvor hatte Jule Niemeier mit einem tollen Erfolg über die an Nummer drei gesetzte Julia Avdeeva den Reigen der deutschen Erfolgserlebnisse an diesem Tag eröffnet. Trotz eines 1:4-Rückstands im ersten Satz konnte die 26-Jährige diesen noch in ein 7:5 drehen und so die Satzführung herstellen. Nachdem sie im zweiten Satz beim 2:6 wenig entgegenzusetzen hatte und auch im dritten Durchgang mit 1:3 in Rückstand geriet, sprach wenig dafür, als sollte die Dortmunderin die Partie noch zu ihren Gunsten entscheiden können. Doch die 26-Jährige packte in den wichtigen Momenten ihr Kämpferherz aus und holte sich bei ihrem vierten Anlauf den 3:3-Ausgleich. Nachdem in der Folge alles in der Reihe blieb, packte Niemeier bei eigener 5:4-Führung die Gelegenheit beim Schopf und nahm ihrer Gegnerin im entscheidenden Moment noch einmal den Aufschlag ab, um am Ende doch noch in die zweite Qualifikationsrunde von Hamburg einzuziehen.
Dort steht aus deutscher Sicht auch Mona Barthel. Die 36-Jährige legte gegen Ekaterina Yashina einen klassischen Fehlstart hin und verlor den ersten Durchgang überraschend mit 2:6. Die Freude bei Yashina, die vorige Woche in Athen noch von Mina Hodzic vom Platz gefegt wurde, währte jedoch nicht lange. Die Deutsche kam nun langsam auf Betriebstemperatur und begann, die Partie nach und nach an sich zu reißen. Ihre Gegnerin hatte dem hingegen kaum mehr etwas dagegen zu setzen. Barthels letztlich ungefährdeter 2:6, 6:1 und 6:1-Erfolg benötigte gerade einmal eine Spielzeit von einer Stunde und 33 Minuten.
Somit kommt es am Montag zu folgenden Begegnungen in der Qualifikation von Hamburg:
Varvara Lepchenko (1) - Elina Avanesyan (9)
Eva Vedder (2) - Mona Barthel (8)
Jule Niemeier (WC) - Elena Malygina
Arantxa Rus (4) - Chloé Paquet (12)
Pridankina/Martynov - Victoria Brand (WC)
Jessica Pieri - Maria Lourdes Carle (7)
Auch im Hauptfeld geht am Montag die erste deutsche Spielerin an den Start. Julia Stusek trifft hierbei auf die Argentinierin Nadia Podoroska.
Turnier: WTA Hamburg 2026