Direkt zum Inhalt

Böhner auf Sardinien in der Dauerwarteschleife

Das Wetter auf Sardinien verlangt den Spielerinnen beim dortigen W35-Turnier in dieser Woche so einiges ab. Auch so manche deutsche Starterin musste in den letzten Tagen in Santa Margherita di Pula einen langen Atem beweisen, ehe sie zumindest ihre Erstrundenpartie fertig absolvieren konnte. Katharina Hobgarski gelang dies gestern früh als einziger sogar noch, bevor der große Regen erstmals einsetzte, nur leider am Ende nicht mit dem gewünschten Resultat.

Für ein deutsches Quartett, bestehend aus Mariella Thamm, Ida Wobker, Joelle Steur und Laura Böhner, hieß es heute hingegen nachsitzen. Dabei gelang es sowohl Thamm, als auch Wobker und Steur, ihre Erstrundenmatches allesamt in zwei Sätzen erfolgreich zu Ende bringen. Weniger Glück hatte hingegen Landsfrau Böhner. Die 24-jährige Düsseldorferin, deren Match am Mittwoch nach eigener Satzführung zu Beginn des zweiten Satzes abgebrochen wurde, verpasste es heute, gegen die mit einer Wildcard gestartete Chinesin Lingling Zhu ebenfalls in zwei Sätzen den Achtelfinaleinzug fix zu machen, nachdem sie den zweiten Satz knapp im Tiebreak verloren hatte.

Und nichts nur das. Beim Stande von 2:1 aus deutscher Sicht mit Breakvorsprung im dritten Satz ging es für Böhner und ihre Gegnerin erneut in die Katakomben. Diese Regenpause sollte für diesen Tag auch die letzte gewesen sein, nachdem es am Nachmittag ebenfalls schon zu kürzeren Unterbrechungen gekommen war. Ärgerlich aus Sicht von Böhner ist zudem, dass ihre Begegnung gegen die Chinesin die einzig verbliebene in der ersten Runde ist, die noch nicht zu Ende gespielt werden konnte, während mit der topgesetzten Kroatin Tara Würth und der Italienerin Giorgia Pedone zwei Spielerinnen bereits im Viertelfinale stehen.

Sofern der Wettergott morgen nichts dagegen hat, werden am Freitag alle vier im Turnier verbliebenen deutschen Spielerinnen um 11:30 Uhr den Platz betreten. Für Thamm, Wobker und Steur geht es dann um den Einzug ins Viertelfinale, während Böhner parallel sozusagen an Tag drei nun alles daran setzen wird, um endlich ins Achtelfinale einziehen zu können. Auch dieses wird man morgen noch auf dem Spielplan finden. Möglicherweise steht für Böhner sogar noch ein drittes Match im Einzel an, sollte sie es in Santa Margherita di Pula tatsächlich ins Viertelfinale schaffen.

Dabei ist die Verzögerung in der Einzelkonkurrenz nicht das einzige Problem der Düsseldorferin in dieser Woche. Neben ihrer Erstrundenpartie im Einzel steht für sie zudem noch die Erstrundenpartie im Doppel an der Seite ihrer Landsfrau Katharina Hobgarski an. Die 24-Jährige unternimmt aktuell den nächsten Versuch, um endlich einmal nach elf Doppelerfolgen auf W15-Ebene einen Turniersieg in einer höheren Kategorie als dieser zu landen. Die Voraussetzungen hierfür stünden nicht einmal schlecht - wenn eben nicht das Wetter wäre.

Beitrag teilen