Bennemann und Zhenikhova sind U18-Europameisterinnen
Perfektes Ende einer erfolgreichen Woche für das deutschen Top-Juniorendoppel um Eva Bennemann und Sonja Zhenikhova. Das Duo sicherte sich bei der U18-Europameisterschaft im österreichischen Oberpullendorf den Titel in der Doppelkonkurrenz mit einem hart erkämpften 6:4 und 7:6(2)-Erfolg im Finale gegen die polnische Paarung um Amelia Paszun und Inka Wawrzkiewicz. Es ist der zweite internationale Titel für Bennemann und Zhenikhova in diesem Jahr nach ihrem Triumph in Roland Garros im Juni.
Dabei sah es zu Anfang so aus, als sollte dies eine klare Sache aus deutscher Sicht werden. Einen zwischenzeitlichen 4:1-Vorsprung konnten Bennemann und Zhenikhova jedoch nicht ins Ziel retten, stattdessen gelang es den Polinnen, zum 4:4 auszugleichen. Doch das Momentum, das sich kurzzeitig auf die Seite ihrer Gegnerinnen geschlagen hatte, holten sich die beiden Deutschen mit zwei Spielgewinnen in Folge ihrerseits zurück und sicherten sich somit den Gewinn des ersten Satzes mit 6:4.
Der zweite Durchgang startete umgekehrt im Vergleich zu Satz eins. Diesmal waren es die Polinnen, die sich mit 3:1 einen frühen Vorsprung sicherten, doch auch bei ihnen sollte die Freude nur von kurzer Dauer sein. Bennemann und Zhenikhova meldeten sich zurück und erkämpften sich dank zweier Breaks in Folge einen 4:3-Vorsprung. Dass jedoch auch sie an diesem Tag Schwierigkeiten mit dem eigenen Service hatten, zeigte sich ein weiteres Mal beim Versuch, die Führung auf 5:3 auszubauen. Diese Chance verpassten sie folglich, doch da sie heute ihre Stärken bei Aufschlag der Gegnerinnen besaßen, bekamen sie beim Stande von 5:4 dennoch die Chance, mit eigenem Aufschlag das Match zu beenden.
Hier erspielten sich die beiden 17-jährigen nach Abwehr eines Breakballs einen Deciding Point, welcher gleichbedeutend mit dem ersten Matchball für das deutsche Duo war. Eine einfach verschlagene Vorhand Bennemanns sorgte jedoch dafür, dass es anstelle des Matchgewinns nun beim Stande von 5:5 sozusagen wieder von vorne anfing. Nachdem die beiden Polinnen ihr Aufschlagsspiel erfolgreich ins Ziel brachten, standen die beiden Deutschen nun unter Druck, doch ein Aufschlaggewinn zu null hatte zur Folge, dass dieser Satz im Tiebreak entschieden werden musste.
Hier erwiesen sich die beiden Grand Slam-Titelträgerinnen als das klar bessere Team. Ihre Gegnerinnen hätten sich sicherlich nicht träumen lassen, dass ihr Punkt zur zwischenzeitlichen 2:1-Führung ihr letzter in der gesamten Partie sein sollte. Mit einer konzentrierten Leistung erspielten sich die beiden Deutschen wenig später insgesamt vier Matchbälle am Stück. Gleich der erste bei Aufschlag ihrer Gegnerinnen sollte dank eines starken Returns von Bennemann die Entscheidung in dieser Partie bringen.
Das deutsche Duo, dessen Karriere im Juniorinnenbereich sich langsam dem Ende zuneigt, kann somit mit einer weiteren Siegestrophäe aus Oberpullendorf abreisen und sich zudem überlegen, ob sie ihre erfolgreiche Kooperation nicht auch in Zukunft auf der Profitour weiterführen sollen. Einen Versuch wäre es zumindest wert. Und die deutschen Fans hätten sicher auch nichts dagegen.