Barthel wackelt gegen Visscher nur kurz
Es mag Zeiten gegeben haben, da galt die Niederländerin Stephanie Visscher als so etwas wie die Angstgegnerin der deutschen Damen. Doch während sie vor zwei Jahren noch sechsmal in Folge gegen deutsche Spielerinnen erfolgreich war, wendete sich im Vorjahr das Blatt. Da legte die Niederländerin eine Serie von sieben Partien ohne Sieg gegen Spielerinnen aus dem östlichen Nachbarland hin. Auch Mona Barthel erbrachte heute den Beweis, dass die einstige Angstgegnerin alles andere als unschlagbar ist.
Im Achtelfinale des W50-Turniers im französischen Nantes kam es heute zum Duell der 35-Jährigen mit ihrer knapp zehn Jahre jüngeren Kontrahentin. Obwohl Barthel als Nummer eins der Setzliste nicht nur bei dieser Begegnung, sondern auch für das komplette Turnier als Favoritin gilt, sah es zu Beginn so aus, als sollte sie ihrer Favoritenrolle nicht gerecht werden können. Ein einziges Break Visschers sollte den ersten Satz entscheiden, der am Ende mit 6:4 an die Niederländerin ging.
Ab diesem Moment jedoch wendete sich das Blatt. Dank einer schnellen 3:0-Führung stellte Barthel die Weichen in Richtung Satzausgleich. Tatsächlich gelang es der Schleswig-Holsteinerin im weiteren Verlauf des zweiten Satzes, ihrer Gegnerin ein weiteres Mal das Aufschlagsspiel abzunehmen und diesen so mit 6:1 für sich zu entscheiden. Im dritten Satz legte Barthel dann früh den Grundstein zum Matchgewinn. Ein schnelles Break zu Beginn konnte sie bis kurz vor Satzende halten, ehe sie mit einem weiteren Break die Partie mit 4:6, 6:1 und 6:3 zumachen konnte.
Im Viertelfinale am Donnerstag trifft Barthel nun auf die bulgarische Qualifikantin Lidia Encheva. Sie hatte sich in der ersten Runde in einem Duell zweier Qualifikantinnen gegen Mina Hodzic durchsetzen können. Im Achtelfinale konnte Encheva durch ihren Triumph über Kira Pavlova einen weiteren Sieg über eine Qualifikantin feiern.