Barthel nach Sieg über Malygina im Achtelfinale von Nantes
Die Erfolgsmeldungen von W50-Turnier in Nantes waren aus deutscher Sicht bislang rar gesät. Tessa Brockmann hatte es in der ersten Runde mit der neuen deutschen Angstgegnerin Jeline Vandromme aus Belgien zu tun und musste leider direkt zum Auftakt die Segel streichen. Mina Hodzic gelang es zwar immerhin, sich über die Qualifikation ins Hauptfeld zu spielen, dort war heute jedoch leider gegen die bulgarische Mitqualifikantin Lidia Encheva beim 3:6 und 4:6 direkt Endstation.
Als letzte der drei Deutschen versuchte am Nachmittag Mona Barthel in Nantes ihr Glück. Die 35-Jährige traf in ihrer Erstrundenpartie auf die Estin Elena Malygina, eine Spielerin, die sie erst vor drei Wochen im Viertelfinale des W50-Turniers in Helsinki glatt bezwingen konnte. Zuvor hatte Malygina bei den deutschen Fans im Finale des W35-Turniers von Birmingham einen bleibenden Eindruck hinterlassen, als sie der formstarken Noma Noha Akugue den Turniersieg leider mit Erfolg streitig machen konnte.
Die Überraschung aber sollte am heutigen Tag ausbleiben. Die an Nummer eins gesetzte Schleswig-Holsteinerin ließ sich im Duell mit der Estin vom einem Fehlstart und einem 0:2-Rückstand nicht aus der Bahn werfen und drehte dank dreier Spielgewinne in Folge den ersten Satz in ihre Richtung. Mit einem weiteren Break zum zwischenzeitlichen 5:3 stellte Barthel die Weichen zum Satzgewinn, den sie wenig später auch mit 6:3 einfahren konnte.
Im zweiten Durchgang dominierte die 35-Jährige nun von Beginn an das Geschehen und überließ Malygina über weite Strecken lediglich die Statistenrolle. Eine schnelle 4:0-Führung ließ kaum mehr einen Zweifel daran, wer hier den Platz als Siegerin verlassen würde. Zwar konnte die Estin ihre letzten beiden Aufschlagsspiele ins Ziel bringen, am hochverdienten 6:3 und 6:2-Erfolg ihrer Gegnerin in gerade einmal 70 Minuten konnte dies allerdings nichts mehr ändern.
Im Achtelfinale trifft Barthel nun auf eine weitere Spielerin, mit der viele ihrer Landsfrauen eher negative Erinnerungen verbinden. Im Jahre 2024 feierte die Niederländerin Stephanie Visscher sechs Siege gegen deutsche Spielerinnen in Folge. Zuletzt tat sie sich als Spielverderberin der deutschen Damen beim Heimspiel in Leimen hervor, als sie zunächst Victoria Pohle und wenig später Julia Stusek aus dem Wettbewerb warf.