Auch Korpatsch in Linz am Start
Das deutsche Kontingent bei den Upper Austria Ladies Linz erhält Zuwachs. Nachdem bereits seit einigen Tagen bekannt war, dass Tatjana Maria die deutschen Farben im Hauptfeld vertreten wird, ist nun bei der Bekanntgabe der Qualifikantinnen ein weiterer Name aufgetaucht. Auch Tamara Korpatsch wird in diesem Jahr wieder im Design Center an den Start gehen. Die 30-Jährige steht als einzige Deutsche unter den 14 Spielerinnen, deren Name auf der Meldeliste stehen.
Durch die Veröffentlichung der Meldeliste für die Qualifikation erfährt man zudem nebenbei, dass in Linz ab sofort nur noch 16 Spielerinnen um die Plätze im Hauptfeld kämpfen, so wie es auch seit einigen Jahren in Stuttgart üblich ist. Dies bedeutet zudem, dass es nur noch vier Qualifikantinnen ins Hauptfeld schaffen werden. Die letzten Jahre hatten 24 Spielerinnen insgesamt sechs freie Plätze ausgespielt.
In der jüngsten Vergangenheit hat sich ohnehin vieles rund um das WTA-Turnier in Linz getan. 20 Jahre lang war die TipsArena die Heimat des größten Frauensport-Events Oberösterreichs, ehe man 2023 ins Design Center umzog und die Veranstaltung seitdem dort austrägt. Auch der Austragungstermin änderte sich im selben Jahr. Anstelle des Termins Anfang Oktober, den man jahrelang inne hatte, wechselte man nun in den Februar und spielte direkt im Anschluss an die Australian Open. Als 2024 die WTA ihren Tourkalender reformierte und den Stellenwert der WTA 500-Turniere gegenüber denen der Kategorie WTA 250 stärkte, entschied man sich auch bei Veranstalter Matchmaker, in der Kategorie von 250 hoch auf 500 zu geben.
Die letzte und wohl auch gravierendste Änderung ergab sich für die kommende Auflage in diesem Jahr. Die Kategorie blieb zwar dieselbe, Termin und Belag aber änderten sich signifikant. Weiterhin wird zwar im Design Center gespielt, nun aber nicht mehr Anfang Februar, sondern Anfang April und das parallel zum Billie Jean King Cup, der ebenfalls in dieser Woche stattfindet. Dass die WTA dies zulässt, verwundert deshalb, da diese Woche direkt vor dem Porsche Tennis Grand Prix immer für den "BJK Cup" freigehalten wurde und man auch traditionell keine Turniere parallel dazu veranstaltete.
Neben dem ungewöhnlichen Termin erhält Linz zudem auch einen ungewöhnlichen Belag - zumindest für die Verhältnisse dieses Turniers. Aus Hartplatz wird nun Sand, was bedeutet, dass ab sofort im April in Europa zwei Sandplatzturniere nacheinander in der Halle ausgetragen werden. Doch obwohl sowohl das Turnier in Linz als auch das darauffolgende in Stuttgart zur selben Kategorie gehören, werden es viele Spielerinnen, die in Linz im Hauptfeld stehen, schwer haben, auch beim Porsche Tennis Grand Prix die Qualifikation umgehen zu können. Dies liegt einerseits am etwas besseren Termin, da parallel zu Stuttgart kein BJK Cup, sondern "lediglich" das WTA 250-Turnier im französischen Rouen stattfindet, andererseits gilt der Porsche Tennis Grand Prix bei vielen Spielerinnen als Prestigeturnier und die Aussicht, auf dem Centre Court mit einem Porsche von der Rampe zu fahren, lockt natürlich jede Menge Spitzenspielerinnen an.
Dennoch wäre es für den Kalender, die Veranstalter und für die Spielerinnen zu wünschen, wenn sich hier so etwas wie ein "Mini-Hallen-Swing" etablieren könnte. Der Weg von Linz nach Stuttgart ist überschaubar und für die Vorbereitung auf Roland Garros sind ohnehin die Turniere von Madrid und Rom, sowie die vielen WTA 125 und 250-Turniere, die vor dem Start in Paris noch auf dem Programm stehen, zuständig.
Turnier: WTA Linz 2026