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Auch Brockmann bezwingt Palicova

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Tessa Brockmann

Barbora Palicova dürfte langsam aber sicher von deutschen Spielerinnen die Schnauze gestrichen voll haben. Wenige Tage, nachdem sie sich beim W75-Turnier in Petange eine 1:6 und 2:6-Abfuhr von Eva Bennemann abgeholt hatte, musste sich die Tschechin zum Auftakt des W75-Turniers im slowakischen Trnava mit Tessa Brockmann einer weiteren Spielerin aus dem westlichen Nachbarland stellen. Das Ergebnis am Ende dürfte ihr bekannt vorgekommen sein. Nach einer Spielzeit von zwei Stunden und 52 Minuten stand Palicova genauso mit leeren Händen da wie vorige Woche in Luxemburg.

Dort war ihre Lehrstunde schon nach knapp eineinhalb Stunden beendet, während sie sich heute mit Sicherheit Chancen auf den Sieg ausrechnen konnte, insbesondere nachdem der erste Satz mit 6:1 nach Tschechien ging und man schon befürchten musste, dass Brockmann auch in Trnava von ihrer "Auswärtsschwäche", die sie bei ihren letzten Auftritten außerhalb Deutschlands begleitet hat, heimgesucht wird.

Doch weit gefehlt. Die 20-Jährige, die erst vor wenigen Tagen die Teenagerjahre hinter sich gelassen hat, profitierte an diesem Tag von ihren Comebackqualitäten. Schnell hatte sie den Fehlstart in diese Partie vergessen und zeigte mit einem Break bei erstbester Gelegenheit, dass mit ihr in diesem Match weiterhin gerechnet werden musste. Dass der zweite Satz dennoch kein Selbstläufer sein würde, zeigte sich spätestens, als sich Palicova das Break zurückholte und zum 3:4 verkürzen konnte. Dennoch blieb das Momentum auf deutscher Seite. Postwendend stellte Brockmann den alten Abstand wieder her und sicherte sich mit ihrem dritten Satzball den Satzausgleich mit 6:3.

In dritten Durchgang schenkten sich beide lange nichts. Bis zum Spielstand von 3:3 erspielten sie sich jeweils eine Breakchance, konnten diese jedoch nicht verwerten. Bei Aufschlag Palicova entwickelte sich dann im "ominösen siebten Spiel" ein zähes Ringen, nachdem Brockmann zunächst ihre Breakchance bei 30:40 nicht nutzen konnte. In der Folge jedoch gelang es ihr, fünf Spielbälle ihrer Gegnerin zunichte zu machen, ehe sie sich ein zweites Mal einen Breakball erspielte. Diesen verwandelte sie dank eines starken Rückhand-Returns, der zu einem "forced error" der Gegnerin führte.

Nachdem es in der Folge beiden gelang, ihre Aufschlagsspiele ins Ziel zu bringen, servierte die 20-Jährige beim Stand von 5:4 zum Matchgewinn. Doch sowohl dieser Versuch als auch ein weiterer bei 6:5 scheiterte deutlich. In keinem der beiden Aufschlagsspiele konnte sie sich einen Matchball erspielen. Stattdessen blieb ihr nur am Ende der Tiebreak, um das Match doch noch für sich entscheiden zu können.

Trotz der beiden ärgerlich vergebenen Chancen, bereits zuvor bei eigenem Aufschlag den Sack zuzumachen, merkte man Brockmann in diesen entscheidenden Momenten keinerlei Nervosität an. Von Beginn an wirkte die Norddeutsche konzentriert und zog ihr Spiel in dieser Schlussphase konsequent durch. Lediglich ein einziger Punkt war ihrer Gegnerin im Tiebreak vergönnt, ehe die 20-Jährige mit einem Ausruf der Erleichterung ihren hart erkämpften 1:6, 6:3 und 7:6(1)-Erfolg zelebrierte.

Auch in ihrer kommenden Partie in Trnava steckt einiges an Brisanz. Ihre Gegnerin im Achtelfinale am Donnerstag wird entweder die topgesetze Oksana Selekhmeteva oder die Qualifikantin Elena Malygina sein. An letztere dürfte sie immer noch gute Erinnerungen haben. Die Estin stand ihr bei ihrer Titelpremiere im schwedischen Kalmar im Finale gegenüber und vergab dabei einen Matchball.


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