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Aller guten Dinge sind zwölf

Laura Böhner zählt ohne Frage zu den zehn besten deutschen Doppelspielerinnen, die dieses Land aktuell zu bieten hat. Die Titelsammlung der 24-Jährigen reicht zurück bis ins Jahr 2022, in dem es ihr erstmals gelang, eine Trophäe in der Doppelkonkurrenz zu erringen. Beim W15-Turnier im spanischen Castellon triumphierte die Spielerin aus Düsseldorf einst an der Seite von Lokalmatadorin Noelia Bouzo Zanotti und legte den Grundstein für eine Serie an Titelgewinnen, die bis heute anhält.

Wie bereits an anderer Stelle ausführlich beschrieben, fällt bei allen elf Turniersiegen, die Böhner bislang vorweisen kann, auf, dass ihr alle Triumphe ausschließlich bei W15-Turnieren gelangen und, was eigentlich noch kurioser ist, alle mit jeweils unterschiedlichen Partnerinnen zustande kamen. Dies änderte sich auch am heutigen Tag nicht, an dem die 24-Jährige ihrer Trophäensammlung ein weiteres Exemplar hinzufügen konnte.

Ziemlich genau ein halbes Jahr ist es her, dass Böhner zuletzt einen Siegerpokal im Empfang nahm. Im spanischen Melilla Anfang Dezember des letzten Jahres sicherte sie sich an der Seite der Niederländerin Demi Tran zuletzt einen Turniersieg, der zudem via Walkover im Finale zustande kam. Seitdem hatte die Düsseldorferin zahlreiche Versuche unternommen, um Turniersieg Nummer zwölf einzufahren, unter anderem auch bei höher klassierten Turnieren, um endlich diesen unsäglichen W15-Fluch zu besiegen.

Dieser besteht nun zwar weiterhin, dennoch darf sich Böhner an diesem Tag über eine weitere Siegestrophäe in ihrer Pokalvitrine freuen. Das W15-Turnier im rumänischen Focsani, das aus deutscher Sicht noch eine ganz andere Geschichte schreibt, sollte der Ort sein, an dem die Deutsche das Dutzend an Titelgewinnen komplettiert. Zur Seite stand ihr diesmal die Ukrainerin Daria Yesypchuk, die morgen die Chance hat, neben dem Titel im Doppel auch noch den im Einzel zu erringen.

Gegen das moldawisch-rumänische Duo um Lia Belibova und Ana Ioana Varsa hatte das topgesetzte Duo im Finale wenig Mühe und setzte sich nach einer Stunde und drei Minuten Spielzeit mit 6:2 und 6:3 durch. Während der kompletten Turniers hatten Böhner und Yesypchuk nicht einen einzigen Satz abgegeben. In der ersten Runde profitierte das erfolgreiche Duo sogar von einem Freilos, da sich kein 16. Team fand, das bei diesem Turnier in der Doppelkonkurrenz antreten wollte.

Auch in Deutschland dürfte man sich demnächst vom Können der 24-Jährigen auf dem Platz überzeugen können. Sowohl beim in der kommenden Woche ausgetragenen W15-Turnier im saarländischen Merzig als auch beim zwei Wochen später auf dem Spielplan stehenden Turnier in Kamen, wo Böhner an der Seite von Mariella Thamm Titelverteidigerin im Doppel ist, steht die Düsseldorferin auf der Meldeliste. Möglich also, dass sie in einer Woche bereits ihrem 13. W15-Doppeltitel feiert. Wer dann ihre 13. Partnerin sein wird, das steht aktuell noch in den Sternen.

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