Direkt zum Inhalt

Absagenflut in Peking spült Lys ins Hauptfeld

Bild
Eva Lys

Da werden die Veranstalter der China Open alles andere als begeistert sein. Die Liste der Absagen für das Turnier wird von Tag zu Tag länger. Alleine aus den Top 20 fehlen bereits fünf Spielerinnen und das Turnier hat noch längst nicht einmal begonnen, so dass es wenig verwunderlich wäre, wenn neben Jessica Pegula, Amanda Anisimova, Marta Kostyuk, Alexandra Eala und Sorana Cirstea noch die eine oder andere Topspielerin auf der Liste der Absagen auftauchen würde.

Die Absagenflut hat auch Auswirkungen auf die deutschen Spielerinnen. Tamara Korpatsch hatte ohnehin ihren Platz im Hauptfeld bereits sicher, nun gesellt sich auch Eva Lys als Nachrückerin hinzu. Tatjana Maria und Laura Siegemund hatten aus verschiedenen Gründen auf einen Start verzichtet und auch Ella Seidel sucht man in Peking vergeblich, wobei letztere ohnehin aller Voraussicht nach in der Qualifikation hätte antreten müssen.

Auch hier hat sich mittlerweile einiges getan. Nachdem Eva Lys ursprünglich als einzige Deutsche an den Start hätte gehen sollen, werden nach deren Beförderung ins Hauptfeld zwei weitere ihrer Landsfrauen die deutschen Farben in der Qualifikation vertreten. Anna-Lena Friedsam konnte aufgrund ihrer günstigen Ausgangslage als sechste Nachrückerin von Beginn an damit rechnen, dass sie früher oder später einen freigewordenen Platz einnimmt, zudem gesellt sich nun auch Mina Hodzic dazu. Die 24-Jährige, die auf der Nachrückerliste auf Position zehn stand, hat erst vor wenigen Tagen ihren Start kommende Woche beim W75-Turnier im portugiesischen Quinta do Lago abgesagt, was ein Indiz dafür ist, dass sie ihre Teilnahme an den China Open sicher hat.

Dass die Häufigkeit an Absagen gegen Ende der Saison auch bei großen Turnieren zunimmt, ist ohne Frage auch der ausufernden Anzahl an Pflichtturnieren geschuldet. Die China Open waren jahrelang neben Indian Wells, Miami und Madrid eins von lediglich vier Turnieren in der Saison, an denen neben den vier Grand Slams die Teilnahme verpflichtend war. Mittlerweile trägt auch die Erweiterung des Starterfeldes auf 96 Spielerinnen im Hauptfeld dazu bei, dass diese Turniere unnötig in die Länge gezogen werden und Topspielerinnen dadurch noch weiter in ihrer Flexibilität bezüglich des Turnierkalenders eingeschränkt sind. Doch auch dieser Zustand muss nicht ewig anhalten.

Im vergangenen Jahr waren mit Tatjana Maria, Laura Siegemund und Eva Lys drei deutsche Spielerinnen direkt für das Hauptfeld qualifiziert, zudem kam Ella Seidel nach erfolgreicher Qualifikation hinzu. Während für Maria und Siegemund das Turnier nach der ersten Runde bereits wieder beendet war, konnte Seidel im Hauptfeld einen weiteren Sieg feiern, Lys befand sich zu diesem Zeitpunkt in der Form ihres Lebens und preschte bis ins Viertelfinale vor, in dem sie dann der US-Amerikanerin Cori Gauff unterlag.

Die Qualifikation in Peking startet am morgigen Montag. Mit dem Erscheinen des Tableaus der Qualifikation ist somit am Sonntagvormittag deutscher Zeit zu rechnen.


Turnier: WTA Peking 2026

Beitrag teilen