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50 ist das neue 35

Die deutschen Turnierveranstalter wollen weiter hoch hinaus. Nachdem es im Vorjahr mit der Hochstufung der San Lucar Ladies Open in Aschaffenburg von Kategorie W35 auf W50 begann, vollziehen in diesem Jahr weitere etablierte Profiturniere auf deutschem Boden ebenfalls denselben Schritt. So hat auch das Tennis International in Darmstadt sein jahrelanges W35-Label verlassen und fungiert ab diesem Jahr als W50-Turnier. Zudem darf die W50-Familie ab sofort ein weiteres Turnier in seinen Reihen begrüßen.

Mit dem Turnier um den Stuttgarter Stadtpokal auf der Anlage des TC Blau-Weiß Vaihingen-Rohr wird bereits kommenden Monat das nächste W50-Turnier das Licht der Welt erblicken und somit zwei Wochen vor dem W50-Debüt in Darmstadt seine Premiere feiern. Damit wird es in diesem Jahr aller Voraussicht nach drei Turniere dieser Kategorie auf deutschem Boden geben, sollte das Turnier in Ismaning, wovon man ausgehen kann, für seine Pläne grünes Licht erhalten und im September ausgetragen werden. Für Aschaffenburg war W50 hingegen nur eine einmalige Zwischenstation. Hier möchte man in diesem Jahr im Rahmen eines W100-Turniers die erweiterte internationale Weltspitze begrüßen.

Die Hintergründe solcher Entscheidungen liegen auf der Hand. Je mehr Preisgeld und Weltranglistenpunkte verteilt werden, umso attraktiver ist ein Turnier für die internationale Konkurrenz und verfügt somit über deutlich mehr Relevanz. Im Gegenzug dazu dürften es zwar deutsche Spielerinnen deutlich schwerer haben, im Turnier weit zu kommen, sollte ihnen jedoch eine Überraschung gelingen, würde diese nun weitaus besser vergütet als es bislang der Fall war. Zudem - auch wenn dies nur geringe Auswirkungen hat - werden erspielte Weltranglistenpunkte von W50-Turnieren im Gegensatz zu denen darunterliegender Kategorien direkt am darauffolgenden Montag in die Rangliste mit einberechnet.

Die Turniere der World Tennis Tour auf deutschem Boden verteilen sich somit in diesem Jahr wie folgt:

W100 Wiesbaden, Aschaffenburg
W75 Altenkirchen, Hechingen, Leipzig, Hamburg
W50 S-Vaihingen, Darmstadt, Ismaning
W35 Horb, Erwitte
W15 Leimen, Merzig, Kamen, Essen

Erfreulich dabei ist, dass es vor drei Jahren noch keins der vier W15-Turniere auf deutschem Boden gab. Kamen machte 2024 den Anfang, dem folgten im Vorjahr Leimen, Merzig und Essen. Für die vielen deutschen Nachwuchsspielerinnen bleibt zu hoffen, dass dieser Unterbau weiterhin erhalten bleibt, um sie behutsam an die Profitour heranzuführen. Zudem sollte man darauf achten, dass der Aderlass an W35-Turnieren gestoppt wird, da auch die Turniere in dieser Kategorie wichtig sind, gerade um deutschen Spielerinnen jenseits der Top 500 die Möglichkeit zu geben, sich mit der internationalen Konkurrenz zu messen, die sich ungefähr auf demselben Niveau befindet.


Turnier: ITF S-Vaihingen 2026

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